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"Die deutsche Mannschaft führt zur Halbzeit 1:0, aber das ist noch lange nicht der Endsieg."

Herbert Zimmermann, Reporter

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Remis im Südwestderby
05 - Profis - 2. LigaK(artoffel)-Town
Z
um Auftakt der Zweitliga-Rückrunde traf im Fritz-Walter-Stadion zu Kaiserslautern der Tabellenzweite FCK auf den favorisierten König des Südwestens, den FSV von 1905 aus der Landeshauptstadt Mainz.


Im Vorfeld des Spiels verhinderten die Ordnungshüter, größtenteils erfolgreich, das pöbelnde Volk der pfälzischen Kleinstadt vom Gästemob aus der Hauptstadt fernzuhalten. Dazu wurde dieses Mal der bekannte 'Kreisel' von Heimfans freigehalten und mit großem Polizeiaufgebot jegliche Kontaktmöglichkeit der rivalisierenden Fangruppen ausgeräumt.
Zu Spielbeginn zeigte die heimische Westtribüne eine zugegebenermaßen sehr gelungene Choreographie (Bilder davon im Foto-Album zum Spiel ).



(...)


Der Gast aus Mainz war an diesem Montag mit weitaus weniger Anhang angereist als in den vorherigen Duellen. Dies lag vermutlich am generellen Rückgang des 'Hypes' um Mainz 05; im zweiten Jahr nach dem Abstieg aus dem Oberhaus ist der Zweitliga-Alltag in den Köpfen vieler eingekehrt, was offensichtlich bei einigen vielzitierten 'Modefans' die Lust auf Auswärtsspiele schwinden und sie derweil vorm heimischen TV-Gerät verweilen lässt. So war der Entlastungszug der DB auch nur zu 3/4 gefüllt. Aus Sicht der aktiven Mainzer Fanszene trennte sich jedoch an diesem Tage auch 'die Spreu vom Weizen', so dass unter dem Motto 'Klasse statt Masse' ein ordentlicher Haufen motivierter Leute auf dem Weg zum Stadion ein gutes Bild abgab und dafür sorgte dass dem staatlichen Sicherheitsdienst an diesem Arbeitstag durch dutzende Artikel der Kategorie 'Pyrotechnik' nicht langweilig wurde.
Leider wurden von wenigen Einzelpersonen am Bahnhof rechtsextreme Rufe freigesetzt. Die Mainzer Fanszene geht gegen solche nicht hinnehmbaren Verhaltensweisen eigentlich stets rigoros vor. Angesichts der ohnehin schon gereizten Ordnungskräfte, der Situation am Bahnhof und der nicht geringen Präsenz der Rufenden hätte man in dieser Situation aber nicht eingreifen können, ohne eine Eskalation hervorzurufen. Mehr zu den Ereignissen entnehmen Sie bitte der Stellungnahme der USM im weiteren Verlauf des Berichts.

Der Spielverlauf ließ den rheinhessischen Anhang zunächst auf einen Auswärtssieg hoffen, als Markus Feulner nach wenigen Minuten die Nachlässigkeit der Kaiserslauterer Abwehr nutzte, um den Ball über die Linie zu schieben. Der Ausbau dieser in Halbzeit eins nie gefährdeten Führung gelang jedoch nicht, Aristide Bancé traf in der aussichtsreichsten Szene des ersten Abschnitts nur das Gestänge. Wie so oft im Fussball sollte sich dies im Laufe des Spiels noch rächen. Im zweiten Spielabschnitt erkämpften sich die Pfälzer deutlich mehr Spielanteile und kamen durch einen abgefälschten Schuss aus kurzer Distanz glücklich zum Ausgleich. Mit diesem verdienten Remis mussten sich dann beide Teams auch letztlich zufrieden zeigen. Man war froh, keine Niederlage im direkten Duell beider Aufstiegsaspiranten erlitten zu haben.


>> HIER Video Nr 1 aus dem Gästeblock - Support & eine Prise Pyro

>> HIER war einst Video Nr 2 aus dem Gästesektor - Support ('Auf geht's Mainzer, schießt ein Tor!') und etwas Qualm (das Video wurde von der DFL aus Youtube gelöscht, weil es angeblich deren Rechte verletzt... sowas lachhaftes, man sieht ja gerade mal garnichts vom Spiel(-feld) sondern nur die Block-Action der Fans die für die TV-Kameras komplett im TOTEN WINKEL der TV-Bilder abgelaufen ist... naja, wenn die DFL GmbH sonst keine Probleme hat...

>> UND HIER gibt es gute FOTOS vom Spiel und dem Drumherum von Rheinhessen-On-Tour.de !


Von Seiten der Polizei gab es einen unserer Meinung nach nicht objektiven Bericht, der die Mainzer Fanszene in ein falsches, schlechtes Licht rückt. Die Presse ging ihrer Pflicht zur Recherche und Wahrheitsfindung wieder einmal nicht nach, so dass man folglich überall lesen konnte, dass angeblich 300 Mainzer Hooligans rechtsradikale Lieder gesungen hätten und die Polizei einem Mainzer 'Problemfan' im Stadion das Leben gerettet hätte.

> HIER der Bericht der Polizei, den man hinsichtlich einiger Teile so nicht stehen lassen kann


> HIER im folgenden die MITTEILUNG der ULTRASZENE MAINZ zu den Vorfällen und den Berichten:

Mitteilung zum Spiel Kaiserslautern - Mainz

Schon im Vorfeld zu diesem Spiel gab es Seitens der Polizei einige Maßnahmen. Konnte man das Glasverbot im Zug noch nachvollziehen und setzte dies auch Großteils um, waren die Stadtverbote für einige Leute schlichtweg überzogen und provokant und schwächten die mögliche Führung und Kontrolle der Gruppe deutlich. Hierzu äußerten wir uns bereits im Vorfeld auf www-szene-mainz.de!
Schon auf dem Weg zum Bahnhof wuchs unsere Gruppe um viele Leute, die wir teilweise nicht mal kennen und auf die wir somit keinerlei Einfluss ausüben konnten!
Am Hauptbahnhof in Mainz kam es zum ersten Kennenlernen mit den Einsatzkräften. In 2 Reihen warteten diese bereits auf uns, um jeden zu durchsuchen. Versuche, diese Kontrolle friedlich zu umgehen bzw. auszulassen, wurden von der Polizei dankend abgelehnt und auch die Beteuerung, dass man keine Glasflaschen dabei habe stieß auf taube Ohren. So kam es zu kleineren Reibereien, da sich niemand kontrollieren lassen wollte, bis die Polizei ein Einsehen hatte und doch alle ohne weitere Schikanen passieren ließ. Im Zug wurde nicht eine Glasflasche gesehen, geschweige denn geworfen!
In Lautern gab es bei Ankunft direkt eine Personalienfeststellung eines Mitreisenden aufgrund einer angeblichen Sachbeschädigung. Da es für uns eine Selbstverständlichkeit ist, niemanden allein den Händen der Polizei zu überlassen, wurde bis zum Ende der Maßnahme am Gleis gewartet.
Im Tunnel des Bahnhofs kam es dann zu weiteren Zugriffen der Polizei. Da diese nicht sehr auskunftsfreudig war, sondern eher durch arrogantes und provokantes Verhalten glänzte, stellte sich leider erst nach einer längeren Verzögerung heraus, dass diese Festnahmen mit dem Rufen und Zeigen rechtsradikaler Parolen begründet wurde. Da unsere Gruppe strikt solche Dinge verurteilt, wurde umgehend entschieden nicht weiter auf diese Personen zu warten, zumal sie nicht Mitglieder unserer Gruppe waren. Durch eine frühere Aufklärung über die Gründe hätte also diese deutliche Verzögerung vermieden werden können.
Die Aussage der Polizei, die Mainzer Fans hätten diese rechten Parolen gesungen, verurteilen wir aufs Schärfste. Unsere Gruppe distanziert sich ausdrücklich von rechtem Gedankengut, was gerade Aktionen wie der Antirassismustag, den wir durchgeführt haben belegen. Diese Parolen gingen von einzelnen Leuten aus, die definitiv nicht unserer Gruppe zuzurechnen sind!

Auf dem Weg zum Stadion wurde mehrmals aus der Menge heraus Pyrotechnik gezündet. Etwas, was wir als Gruppe bei so vielen Nichtmitgliedern weder kontrollieren können, noch aufgrund der Stadtverbote gegenüber unseren Leuten kontrollieren wollten. Die Polizei regelt im Vorfeld Dinge, da sollte sie solche Dinge auch selbst regeln.
Ein ähnliches Bild dann im Stadion. An mehreren Ecken wurde vereinzelt Pyro gezündet, was sich aber durch uns nicht verhindern ließ.
Während der ersten Halbzeit kollabierte ein angeblich unter Drogeneinfluss stehender Mainzer im unteren Bereich des Gästeblocks. Nachdem mehrmals nach Sanitätern gerufen wurde und sich erst niemand von Polizei und Rettungsdienst verantwortlich fühlte, wurde der Mann kurzerhand von Fans aus dem Block in den Innenraum getragen. Erst hier kam es dann nach geraumer Zeit zu medizinischer Versorgung.
Der Heimweg verlief deutlich ereignisloser.
Auffällig waren an diesem Tag die vielen, vermummten Polizeikräfte, die auf Nachfrage weder Namen noch andere Zugehörigkeitshinweise herausgaben. Ein Verhalten, welches aus unserer Sicht nicht hinnehmbar ist, da es mehrmals zu unverhältnismäßigen Zugriffen, Beleidigungen, Provokationen und anderen „polizeilichen Maßnahmen“ kam. Wir werden es zukünftig in Betracht ziehen, uns von Anwälten begleiten zu lassen, die dieses Geschehen einmal bewerten.

Ultraszene Mainz 2001


TM-Tobi am 06-02-2009 · Drucken
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